Theater am Olgaeck

 
Französische Woche
12. – 17. Oktober 2008
 
Sonntag, 12.Oktober, 20:00
Liebe, Tod und Lasterzungen
Rudi Korbel Lyrik-Performance: Piano und Poesie mit Rudi Korbel und Simon Bronner

François Villon 1431 – 1463

Poète maudite des späten Mittelalters.
Seine Verse verschoß er wie Pfeile – ein Robin Hood der französischen Literatur. Villon vereinigt die Widersprüche seiner Epoche in sich: Träger eines Doktortitels, Raufbold, Schürzenjäger, Dieb und Dichter. Wegen verschiedener Gaunereien mehrfach im Kerker, nur knapp der Vollstreckung des Todesurteils entkommen, verbannt, verschollen…
François Villon, ein Mythos.
Seine Sprache ist volkstümlich frivol, satirisch frech und immer wieder zutiefst melancholisch. Villons Gedichte und Balladen sind ein unvergängliches Zeugnis der Weltliteratur.
 

Dienstag, 14.Oktober, 20:00
Rudolf Guckelsberger Émile Zola
Das Paradies der Damen
Lesung mit Rudolf Guckelsberger

Wenn Sie wissen wollen, was Frauen glücklich macht, lassen Sie sich von Émile Zolas Roman «Das Paradies der Damen» in die glitzernde Welt der Pariser Warenhäuser des 19. Jahrhunderts entführen. Verwoben mit der Geschichte der jungen Verkäuferin Denise, die nach einigen Wirren ihr Glück findet, beschreibt Zola den ausgeklügelten Mechanismus der ersten Konsumpaläste… Diesem «Paradies» können die Kundinnen nicht widerstehen, aber es fordert auch seine Opfer…
 

Mittwoch, 15.Oktober, 20:00
Chez Laurette
Eine musikalische Komödie in französisch und deutsch mit der Theatertruppe «Quartier Latin»

Quartier Latin Ins Cafe «Chez Laurette» im Pariser Quartier Latin kommen alle, die sich nach etwas Wärme sehnen: die lyrisch ambitionierte Studentin, die am Hungertuch nagenden Straßenmusiker, der Gassenjunge… Im alltäglichen Cafeleben ist die «Patronne» immer da und hat für alle ein offenes Ohr. Doch die Idylle trügt. Eine Liebesintrige bahnt sich an. Beinahe gehen Freundschaften zugrunde. Am Ende sind zwar Träume geplatzt, dafür gibt es aber manch unerwartete positive Wendung.

Berühmte Chansons von Yves Montand, Charles Trenet und Edith Piaf begleiten eine Handlung, die zwischen dem Alltag in einem Pariser Cafe und unerwarteten Ereignissen hin- und herpendelt.

Die Theatertruppe «Quartier Latin» besteht seit 2001 und setzt sich aus französischen Schauspielern und Musikern zusammen, die in Deutschland leben und sich zum Ziel gemacht haben, Elemente der französischen Kultur über das Medium Theater den Zuschauern nahezubringen. «Chez Laurette» ist ein gemeinsam entwickeltes Stück, das bereits auf verschiedenen Theaterbühnen aufgeführt wurde. Der Clou daran, ist daß die Zuschauer – auch diejenige die der französischen Sprache nicht ganz so mächtig sind – durch ins Szenario integrierte Aussagen auf deutsch nie «verloren gehen». Gestik, Mimik und die Musik tun ein übriges, damit das Publikum die sowohl spannende wie auch humorvolle Handlung auch bei geringen Französisch-Kenntnissen verfolgen kann.

Es spielen: Muriel Brisseau, Patricia Eustache, Guillaume Balz, Franco Ferrero und Marc Delpy
 

Monika Schweikhardt – Heike Ludwig Donnerstag, 16.Oktober, 20:00
Aus den Gassen
Musiktheater mit L’ACCORDÉON RANCE

Text u. Regie: Angelika ‘Angelize’ Bastians
Regieassistenz:Arnim Schnellbächer
Patience: Monika Schweikhardt – Accordéon
Lalà: Heike Ludwig – Gesang
Ton: Lupo
Licht: Zoe Schock
 

Aus den Gassen – so heißt das Musiktheater, das l’accordéon rance gemeinsam mit Angelika ‘Angelize’ Bastians (Text und Regie) und Arnim Schnellbächer (Regieassistenz) auf die Bühne bringen. Paris in den 50er-Jahren – Patience (Monika Schweikardt) und Lalà (Heike Ludwig), zwei herunter­gekommene Frauengestalten, schlagen sich im Paris nach den Wirren des Krieges auf der Straße durch. Das Leben ist hart, es gibt kaum etwas zu essen, geschweige denn einen warmen Platz für die Nacht. Lalà flüchtet sich in den Alkohol und Patience versucht die Trostlosigkeit der Gosse auf Distanz zu halten, indem sie ihr Gefühlsleben nach außen völlig abschottet. Auf der Suche nach Eßbarem stoßen die beiden auf einen Sperrmüllhaufen voller Hausrat, der offenbar erst vor kurzem auf der Straße abgeladen wurde. Beim Durchforsten des Trödels findet Patience ein altes Akkordeon mit einer Gravur. Lalà entdeckt einige Tagebücher und andere persönliche Dinge. Als Patience dem Instrument die ersten Töne entlockt, erwacht es zu neuem Leben. Lalà beginnt dazu zu singen, und schon bald vermischen sich die Erfahrungen der beiden mit der Geschichte des Instruments. Die Lieder fügen sich wie selbstverständlich in die Geschichte ein und vor dem geistigen Auge des Zuhörers entsteht eine Welt voller Emotion und Melancholie. Die Welt der mômes de la cloche.
 


 

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