FILMOST

Veranstaltungen Filme Information Partner Pressefotos

 
Armenien, das älteste christliche Land, liegt an den südlichen Ausläufern des Kaukasusgebirges,versteckt zwischen der Türkei und Aserbaidschan und birgt großartige Landschaften, architektonische Sehenswürdigkeiten und bedeutende Kulturgüter. Ein karger Bergstaat mit 3,2 Millionen Einwohner wird oft das „Land der Steine“ genannt und oder auch „ein paradiesisches Land, wo man den Weihnachtsbaum mit blühenden Rosen zu schmücken vermag“.

Die Filmgeschichte Armeniens von ihren Anfängen um 1910 ist ein Zeitspiegel der Geschichte des Landes. Vom 15. bis 24. November findet in Stuttgart eine Retrospektive des armenischen Films statt. Das Theater am Olgaeck präsentiert armenische Filmkunst.
Die erste Retrospektive dieses Umfanges. Sie trägt den Titel „Menk“, was mit dem Wort „Nostalgie“ nur unzureichend übersetzt wäre. „Menk“ bedeutet jedoch mehr, als der enge Begriff „Nostalgie“, beinhaltet er nämlich sowohl die Sehnsucht nach etwas Verlorenem, das Heimweh, als auch die Sehnsucht nach etwas, das in der Zukunft liegen mag, an dem es uns aber in der Gegenwart schmerzlich mangelt, nach etwas Unbestimmtem vielleicht, Unnennbarem, aber in seiner Abwesenheit wesentlich Existentem. Diese Sehnsucht eint mehr oder weniger alle Filme der Reihe und sie verbindet die Geschichte Armeniens mit seiner Kunst.

Eine Retrospektive des armenischen Films zu präsentieren, ist unmöglich ohne vor allem jenen Teil der Geschichte zu thematisieren, der die beiden Länder verbindet. Daher wird das Filmprogramm begleitet von Gesprächsrunden, an denen auch über diese Verbindungslinien gesprochen werden soll, die Linien des Todes sind.
Neben diesen Todeslinien der Geschichte zieht sich aber immer jene Spur von Sehnsucht, die Hoffnung ist; Hoffnung, dass die Spur einmal zur Wirklichkeit des in seiner Abwesenheit schmerzlich Existenten führt. Dort könnte es das Ende jenes Schmerzes geben. Und dieser Ort könnte für Augenblicke die Dunkelheit und das Licht eines Kinos, könnte ein auf eine Leinwand projizierter Film sein.

 


zurück zum Menü  Änderungen vorbehalten, letzte Änderung am 9. September 2013