Theater am Olgaeck


25 Stuttgart Brno


Filmost
 
Do. 9. Oktober 2014, 20:00
Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
Festliche Eröffnung

KONZERT
D-TRIO BRNO
Michal Kříž, Klarinette
Lukáš Dittrich, Klarinette
Vít Procházka, Fagott
Mit einem musikalischen Feuerwerk aus tschechischer und deutscher Klassik feiert das D-TRIO BRNO die Eröffnung der Tschechischen Kulturtage in Stuttgart. Eine musikalische Rundreise mit klassischen Melodien von Štěpán Lucký, Jarmila Mazourová, Julius Fučík, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart.
Die jungen Musiker imponieren durch ihren künstlerischen Elan und durch technisch bravouröses Spiel. Der feinsinnige Ton und die bis ins letzte Detail gekonnte Einstudierung machen die Interpretationen jedes Werkes zu einem echten Hörgenuss.
 
TANZ
Vítězslav Hanák und Veronika Dobiášová
Tanzlektoren und professionelle Tänzer Klasse A, Teilnehmer der tschechischen Nationalmeisterschaften 2013 und 2014, Zweiter Platz im Standardtanzen (Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox, Quickstep)

FILM
Brno Mesto budoucnosti
Brno, Stadt der Zukunft


Tschechische Spezialitäten und
Moravischer Wein
Eintritt frei


 
Fr. 10. Oktober 2014, 20:00
Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk
Ferdinand Rother liest Texte
von Jaroslav Hašek

Durch amtsärztliches Attest als blöde ausgewiesen, wird Schwejk im Ersten Weltkrieg dem Oberleutnant Lukasch als Bursche zugeteilt. Sein Pflichtbewusstsein und sein Befehlsgehorsam übertreffen alle Erwartungen. Schwejk erfüllt seine Aufträge über Gebühr und führt damit ihre Sinnhaftigkeit auf eine unwiderlegbare Weise ad absurdum.

»Es ist der kleine Mann, der in das riesige Getriebe des Weltkriegs kommt, wie man eben da so reinrutscht, schuldlos, ahnungslos, unverhofft, ohne eigenes Zutun. Da steht er nun, und die anderen schießen. Und nun tritt dieses Stückchen Malheur den großen Mächten der Erde gegenüber und sagt augenzwinkernd leise, schlecht rasiert die Wahrheit.«
Kurt Tucholsky, Herr Schwejk

Jaroslav Hašek (1883-1923), der Schöpfer des braven Soldaten Schwejk, war wie sein weltberühmter Held ein Prager Original. Wie Schwejk handelte er eine Zeitlang mit Hunden und war Soldat, an der Ostfront, desertierte und wurde des Hochverrats angeklagt. Er war Kommissar in der Roten Armee. Er gründete eine Partei und hielt über tausend Wählerversammlungen ab. Und er war dafür bekannt, dass er gern redete und sehr viel trank.
Sein braver Soldat Schwejk wurde zum Sinnbild des Widerstandes gegen jegliche Obrigkeit.

 
Fr. 10. Oktober 2014, 21:00
Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
Jako Brno / Big as Brno
(CZ 2011, 63 Min.)
Regie: Vít Klusák, Andran Abranjan, Kristýna Bartošová, Natálie Císařovská, Robin Kvapil, Lukáš Senft, Jan Strejcovský

Eine Dokumentation über einen Neonazi- Umzug am 1. Mai in Brno 2011 durch die Augen von sechs FAMU-Studenten (Film- und Fernsehfakultät der Akademie der Musischen Künste Prag) und ihrem Lehrer, dem bekannten tschechischen Dokumentaristen Vít Klusák.

Die sieben Filmemacher porträtieren an einem einzigen Tag in sieben Kapiteln verschiedene Aspekte der Barrikade: die Neonazis, die Polizei, die Politiker, die Journalisten, die Roma, die Besetzer der Blockade, die unbeteiligten Besucher und sogar die Tiere im Zoo.


 
Sa. 11. Oktober 2014, 18:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Občan Havel
Bürger Havel

(CZ 2007, 122 Min.)
Regie: Pavel Koutecký, Miroslav Janek, Schauspiel: Václav Havel, Bill Clinton, Jan Tříska, Václav Klaus, Dagmar Veškrnová-Havlová, George W. Bush, Miloš Zeman, Ladislav Smoljak, Mick Jagger, Táňa Fischerová, Keith Richards, Milan Mejla Hlavsa, Eva Holubová, Barbora Hrzánová, Pavel Koutecký, Leoš Suchařípa, Karel Zich, Peter Dvorský, Viktor Stoilov, Ladislav Špaček, Olga Havlová, Pavel Landovský, Jaroslav Hutka, Madeleine Albright

Eine Langzeitreportage, die Václav Havel nicht nur als Politiker, sondern vor allem auch als Mensch mit Mut, Skrupeln, Selbstironie und Humor zeigt. Die Dreharbeiten begannen mit dem Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 1992. Das Filmteam begleitete Václav Havel von da an mehr als dreizehn Jahre, besuchte den Staatspräsidenten in seinem Büro, in seinen Wohnräumen und seinem Wochenendhaus. Sie sind bei politischen Verhandlungen ebenso dabei wie bei Auslandsreisen oder beim Empfang der Rolling Stones in Prag. Der „Dichter” als Präsident pflegte Kontakte nicht zu tschechischen Persönlichkeiten, sondern auch zu zahlreichen ausländischen Politikern und Künstlern, so zum Beispiel Bill Clinton oder Mick Jagger.

Občan Havel ist Träger des Preises Český lev 2008 („Tschechischer Löwe”) in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm”.


 


So. 12. Oktober 2014, 11:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Obsluhoval jsem
anglického krále
Ich habe den englischen
König bedient

(CZ/SK, 2006, 120 Min.)
Regie: Jiří Menzel , Schauspiel: Ivan Barnev, Oldřich Kaiser, Julia Jentsch, Zuzana Fialová, Milan Lasica, Marián Labuda, Josef Abrhám, Jiří Lábus, Rudolf Hrušínský ml., Petr Čtvrtníček, Jiří Šesták, Pavel Vondruška, Nada Konvalinková, Ladislav Županič, Tonya Graves, Emília Vášáryová, Rudolf Jelínek, Vlastimil Brabec, Viktor Tauš, Zdeněk Dolejší, Petra Hřebíčková, Jiří Plachý ml., Marie Málková, …

„Ich habe den englischen König bedient” basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Bohumil Hrabal und erzählt mit Witz und Tücke, mit Humor und dem nötigen Ernst, charmant und unverblümt die Geschichte von Jan Dítě. Dítě ist klein, aber mit großen Ambitionen. Er ist gewitzt, gerissen, hinterhältig, und er ist Kellner in einem Dorf-Pub. Aber sein erklärtes Ziel ist es, Millionär zu werden. Er hört und sieht alles und nutzt sein dadurch erworbenes Wissen immer zu seinen Gunsten aus, egal, wer deshalb daran glauben muss. So schafft er es während des Zweiten Weltkrieges bis zum Restaurant-Chef eines Prager Nobel­restaurants. Und dann hilft ihm das Schicksal in Gestalt von der Sudeten­deutschen Lisa, gespielt von Julia Jentsch, einer Kranken­schwester, die an der Front ihren Dienst tut. Er heiratet sie, sie bringt ihm dafür die millionenschwere Briefmarken­sammlung eines Juden mit, der die Marken “zurücklassen” musste…


 
So. 12. Oktober 2014, 17:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Nuda v Brně / Sex in Brno
(CZ 2003, 103 Min.)
Regie: Vladimír Morávek, Schauspiel: Kateřina Holánová, Jaroslava Pokorná, Petr Jeništa, Jan Budař, Marek Daniel, Miroslav Donutil, Arnošt Goldflam, Pavel Liška, Jiří Pecha, Martin Pechlát, Ivana Hloužková, Richard Krajčo, Pavla Tomicová, Filip Rajmont, Simona Peková, …

Standa und Olinka haben sich vor einem Jahr bei einer Sportveranstaltung kennengelernt und schreiben sich seitdem fast jeden Tag. Jetzt hat Olinka Standa eingeladen, sie zu besuchen und über Nacht zu bleiben. Beide sehen dem Treffen aufgeregt entgegen, denn es wird für beide das erste Mal sein. Olinkas Freundinnen beeilen sich, die junge Frau vorzubereiten, während Standa von seinem Bruder erklärt bekommt, wie ein Kondom funktioniert… Neben der zentralen Liebesgeschichte zwischen Olga und Stanislav erzählt der Film die Geschichte weiterer Paare dieser Nacht in Brno.

Der Film wurde 2003 mit dem tschechischen Filmpreis „Český lev” („Tschechischer Löwe”) in den Kategorien bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller, bester Schnitt und bestes Drehbuch ausgezeichnet.


 

Mo. 13. Oktober 2014, 18:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Die Karamazows
(CZ, PL 2008, 100 min., tschechisch OmeU)
Regie und Drehbuch: Petr Zelenka
Kamera: Alexander Šurkala

Nachdem Petr Zelenka mit erfolgreichen Kinofilmen brilliert hatte, inszenierte er nach einer Adaption von Evald Schorm „Die Brüder Karamazov” für das Prager Theater Dejvické divadlo.
Das unglaubliche Interesse der Zuschauer brachte Petr Zelenka auf die gewagte Idee, das Theaterstück auf die Kinoleinwand zu bringen. Dabei hat Zelenka sich weit mehr einfallen lassen, als nur eine Kamera auf die Bühne zu halten: für den Film erfindet er eine Rahmenhandlung und schickt sein Schauspiel­ensemble auf ein Festival für Avantgardetheater im polnischen Katowice. In den Kulissen eines riesigen Stahlwerkes bringen die Prager Schauspieler das Drama um den Vatermord am alten Karamazov auf die Bühne. Die brillanten Schauspieler, die die Zuschauer aus vielen tschechischen Filmen kennen, zeigen hier eine weitere Facette ihres Könnens, sie spielen mit einer solchen Energie und Intensität, wie man sie auf der Kinoleinwand nur selten sieht.


 



Di. 14. Oktober 2014, 19:00
Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
Master Class
Tschechische Küche

Markéta Meyer

Es wird gemeinsam vorbereitet, gekocht und mit Freude gegessen. Dabei erfährt man viel Wissenswertes über die böhmische Kochkunst.
Ich lade Sie ganz herzlich ein, zum Schnuppern und Nachkochen!

Die tschechische Küche auch die Küche Böhmens genannt wird – so wie anderswo auch – wesentlich von der Geographie und dem Klima des Landes beeinflusst. Im fruchtbaren Böhmen, das zudem von einem Gebirgskranz eingeschlossen ist, war das Angebot an Feldfrüchten, Obst, Gemüse, Beeren, Pilzen, Fischen und Wild schon immer vielfältig. Die Landwirtschaft lieferte ausreichend Getreide und Fleisch, vorwiegend von Schwein und Rind. Dementsprechend üppig entwickelte sich auch der Speisezettel der böhmischen Küche. Einer Sage nach soll der Urvater Čech über Böhmen gesagt haben, es sei ein Land, wo Milch und Honig flössen.

Für max. 10 Teilnehmer.
Dauer ca. 150 Min.
Teilnahme: 10,- Euro
(Essen und Lebensmittel inklusive)
Anmeldung erforderlich.


 
Mi. 15. Oktober 2014, 21:00
Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
Die Verwandlung
Dramatisch-musikalische Collage
zu Kafkas Erzählung
mit Musik von Bohuslav Martinů


Schauspiel: Giuseppe Cannio (Gregor Samsa)
Violoncello: Eva Bravo
Erzähler: Stefan Heck
Regie/Konzept: Simona Barazi

ÄNGSTE, TRÄUME UND ORTE…
Die Idee, diese zwei Künstler zu verbinden, deren Werk heute immer noch aktuell ist, entstand aus ihren ähnlich anmutenden Biografien. Kafka lebte als deutsch-jüdischer Schriftsteller in Prag, Martinů als tschechischer Komponist unter anderem auch in Amerika. Die dramatisch-musikalische Collage (Teile aus Kafkas Erzählung Verwandlung mit Ausschnitten aus der 2. Sonate von B. Martinů) reflektiert unsere heutige Welt, genauer gesagt Europa, das durch viele Verwandlungen gekennzeichnet ist.
Der Mensch ist fortwährend einem enormen Druck ausgesetzt, er habe gut auszusehen, immer gut gelaunt zu sein und dem perfekten Auftritt sollte stets die höchste Arbeitsleistung folgen – er verwandelt sich rasch von einer Rolle in die andere.
Was wäre, wenn er die Forderung seiner Umgebung nicht erfüllte oder gar nicht erfüllen möchte?


 
Do. 16. Oktober 2014, 20:00
Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
Die Welt muss prächtig sein!
Gastspiel: Theatergruppe Zuwiderstehlichen
Schauspiel nach Bohumil Hrabal
Regie: Jan Halmazňa

Zum einhundertsten Geburtstag von Bohumil Hrabal lässt die Tübinger Theatergruppe „Die Zuwiderstehlichen” die traurigsten, lustigsten und mit Abstand verrücktesten Erzählungen aus dem Frühwerk des Autors wieder auferstehen.
Freuen Sie sich auf Geschichten und Ereignisse aus der berühmten Welt der Bafler! Auf alte Seebären und barbusige Meerjungfrauen, Bräute am Strick und Väter in Jauchegruben, ausgeflippte Künstlersöhne und nackte Studenten! Freuen Sie sich auf einen Abend der kleinen Flunkereien und großen Lebenslügen, die vom schiefen Lächeln Hrabals über die Welt zeugen, und ihn ganz nebenbei zum prominentesten Vertreter der tschechischen Moderne werden ließen.

Mitwirkende Bafler:
Luise Köhler, Simon Auer, Ragna Tietjen, Gisa Stößl, Magda Hirschberger, Jan Halmazňa, Caroline Weißbach
Musik & Film: Gisa Stößl
Lichttechnik: Karlík Bützer


 
Fr. 17. Oktober 2014, 20:00
Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
Crashkurs Tschechisch
Dozentin: Simona Barazi
Musik: Barazi and Her Boys

Für alle, die im Schnellverfahren die tschechische Sprache und Kultur kennen lernen möchten! Wollten Sie schon immer mal eine exotische Sprache lernen? Ein Standardsprachkurs ist Ihnen aber zu riskant? Im Crash-Kurs Tschechisch erhalten Sie erste Einblicke in Sprache, Kultur und Lebensgefühl…
Kursinhalt:
kurzer Einblick in die tschechische Sprache und Kultur
Aussprache der tschechischen Wörter
praktische Konversationsübungen
tschechische Musik

Simona Barazi ist seit mehreren Jahren als Dozentin für Tschechisch am Slavischen Seminar der Universität Tübingen tätig, deshalb ist ein kurzer Test am Ende der Veranstaltung ein Muss :-)! Und weil ein tschechisches Sprichwort sagt Jeder Tscheche ist ein Musikant, kann sie natürlich nicht auf die Musik verzichten!!! Der Abend wird musikalisch durch Barazi and Her Boys umrahmt, die tschechische Lieder des Prager Komponisten und Jazz-Pianisten Jaroslav Ježek spielen und/oder Ihnen beibringen werden.

Barazi and Her Boys
Simona Barazi (Gesang), Dirk Brantl (Gitarre), Eric Kalle Meyer (Schlagzeug), Giovanni Panno (Klavier, Flöte), Antonino Spinelli (Bass)



 
Sa. 18. Oktober 2014, 16:00
Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
Puppentheater Radost Brünn

Macht und Überheblichkeit sind oft nicht weit von einander entfernt. Wenn dem Thronfolger eines Königreichs plötzlich lange Eselsohren wachsen, da hat nicht nur er ein Problem damit. Wie die Mächtigen im tschechischen Märchen zu guten Menschen umerzogen werden, erzählt ein humorvolles Puppenspiel.
Für Kinder ab 4 Jahre und die ganze Familie. Gespielt wird in tschechischer Sprache mit deutscher Einführung.
Eintritt frei


Stuttgart Nacht
Sa. 18. Oktober 2014, 19 – 24 Uhr Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
 Karten für die STUTTGARTNACHT im 
 Vorverkauf im Theater am Olgaeck 

Dem 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Stuttgart – Brünn
widmet das Theater am Olgaeck die
ULTIMATIVE
TSCHECHISCHE
KULTURNACHT

Künstler aus Brünn präsentieren Musik, Theater, Tanz. Kulinarische Kostproben und Wein und Bier direkt aus moravischen Weinkellereien.
Wir zeigen kurze Kostproben aus unserem Programm – Einlass durchgehend
Tschechisches Figurentheater aus Brünn
19:00, 20:15, 21:30, 22:45, 23:15
Jazz – Milan Kašuba aus Brünn
19:15, 20:30, 21:45, 22:30, 23:45
Chanson – Andrea Buršowá aus Brünn
19:30, 20:45, 22:00, 22:45
Schauspiel – Sex? aber mit Vergnügen!
19:45, 21:00, 22:15, 23:00
Rock – Second Hand Husband aus Brünn
20:00, 21:15, 22:30, 23:30


 
So. 19. Oktober 2014, 11:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Villa Tugendhat
Haus Tugendhat

(DE 2013, 116 Min.)
Regie: Dieter Reifarth , mit Daniela Hammer-Tugendhat, Ernst Tugendhat, Ruth Guggenheim-Tugendhat, Ivo Hammer
Das Haus Tugendhat im tschechischen Brno ist ein Solitär moderner Architektur. Es verkörpert den sozialutopischen Anspruch des Architekten Mies van der Rohe und den weltoffenen großbürgerlichen Lebensentwurf seiner Auftraggeber Grete und Fritz Tugendhat. Der Film erzählt die wechselvolle Geschichte des singulären Bauwerks und seiner Bewohner.

Regisseur und Produzent Dieter Reifarth verwebt in seinem Dokumentarfilm „Haus Tugendhat” Gespräche mit Familien­mitgliedern, einstigen Benutzern des Hauses, Kunsthistorikern und Restauratoren mit historischen Foto- und Filmaufnahmen zur facettenreichen Biographie eines Bauwerks. Vor dem Hintergrund der politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts erzählt der Film von den persönlichen Erfahrungen der Bewohner und Nutzer des einzigartigen Hauses, dessen Schönheit und Ausstrahlung bei Generationen von Menschen tiefe Spuren hinterlassen hat.
 
im Anschluss
Jazz – Milan Kašuba


 
So. 19. Oktober 2014, 14:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Die Kugel aus den eigenen Reihen oder
Heim nach Böhmen
Návrat do vlasti

(Dokumentarfilm, 57 Min.)
Regie: Václav Reischl
Internationale Premiere beim Filmfestival Karlsbad 2009
„Heim nach Böhmen” erzählt die Geschichte eines Bäckers aus dem bayrischen Schwabach, eines Mönches des Serviter-Ordens aus Tirol und eines Sprössling aus einer der reichsten südböhmischen Adelsfamilien. Es gibt also doch ein Zurück, die Heimkehr. Tschechien – aus der ehemaligen wird die neue Heimat und ist doch die alte. Die drei Protagonisten sind dort geboren und aufgewachsen. Ihre „deutsche Vertreibungsgeschichte” findet sich einerseits in der Trostlosigkeit des österreichisch-tschechischen Grenzlandes wieder, das sie im Geiste und tatsächlich durchwandern.
Aber da sind auch die Tschechen, die dort versuchen, Fuß zu fassen: Der alte Graf besucht sein altes Schloss – das besitzt und renoviert ein Prager Architekt. Die tschechischen Freunde des Bäckers erweisen sich als die früheren „wilden Zigeuner aus Rumänien”, die offenbar ganz schön sesshaft werden können. Und der Serviten-Mönch? Der gewinnt selbst Ex-Kommunisten für den lieben Gott und findet nach 50 Jahren wieder das Gehör der Tschechen – aber er muss halt a bisserl Tschechisch lernen (und die Tschechen Deutsch). Der Film zeigt, wie wenig die jeweils Anderen über die Anderen wissen. Die Mehrsprachigkeit des Films – und Autors – überbrückt mancherlei Vorurteile.

Václav Reischl ist ein Tscheche und Deutscher: Geboren und aufgewachsen im Tschechien, lebt er seit mehr als 35 Jahren im Stuttgart. Reischl arbeitet seit 15 Jahren erfolgreich und nicht nur filmisch an der „böhmisch-tschechischen” Versöhnung. 2006 lief sein Film „Nicht jeder Hietler ist ein Hitler” im Abendprogramm des tschechischen Fernsehens.


 
So. 19. Oktober 2014, 18:00
Theater am Olgaeck, Charlottenstr. 44, Stuttgart
Märchenreise
nach Tschechien


Andrea Buršowá
Schauspielerin und Sängerin, Brünn
Einige Kritiker sprechen über die Musikalität ihres Schauspiels wenn sie auf der Bühne des Theaters Husa na provasku die großen dramatischen Rollen spielt, die anderen sprechen von dramatischer Spannung und Theaterdramaturgie ihrer Chansons. Andrea Buršowá schreibt und liebt Lyrik und Chansons, musikalische Perlen mit Sinn. Sie erzählt tschechische Märchen und Geschichten in tschechischer Sprache musikalisch, spielerisch, lachend, komisch und ungewöhnlich.
Norbert Bögle
Märchenerzähler aus Stuttgart.
Ein wahrer Magier des Wortes, erzählt in deutscher Sprache, zaubert mit der Kraft des gesprochenen Wortes und der Imagination der Zuschauer.
Zděnek Král, Klaviervirtuose aus Brünn
begleitet die Märchenreise am Klavier. „Wenn ich meinen Stil beschreiben sollte, würde ich sagen, wenn alles gut geht, ist es wie ein gutes Essen. Genießbar, ein bisschen scharf, gut temperiert und der Wein ist rot.”


  Die Tschechischen Kulturtage werden
  unterstützt durch:


  

  

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