Theater am Olgaeck


Mosfilm

Mosfilm 90 Jahre
Russisches Filmfestival
8. - 17. November 2014

Alle Filme im Keplersaal
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart

 
Sa. 8. November 2014, 18:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Фильм – балет “Спартак”
Spartacus

(2012, 127 Min.)
Musik: Aram Chatschaturjan, Choreografie: Juri Grigorowitsch
mit: Bolshoi Ballettstars Vladimir Vasiliev und Maris Liepa, Solisten und Corps de Ballet
Gefangen genommen von der Römischen Armee, wurden Spartakus und Phrygia zur Sklaverei verdammt. Nachdem Spartakus Gladiator wurde, entfachte er eine legendäre Rebellion…
Ballett Inszenierung von Weltklasse aus dem Bolshoi Theater Moskau.

 


So. 9. November 2014, 11:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Festliche Eröffnung
Белый Тигр
Der weiße Tiger

(2012, 104 Min., OmdU)
Regie: Karen Schachnasarow

Ostfront 1943: Der zweite Weltkrieg tobt und die Deutschen sind dabei den Krieg im Osten zu verlieren. Doch dann wendet sich das Blatt plötzlich. Sie entwickeln einen geheimnisvollen Superpanzer, der unter dem Namen Weißer Tiger bekannt wird. Das technische Wunderwerk ist schnell, beweglich und ungeheuer treffsicher. Der Panzer taucht blitzschnell auf und verschwindet nach dem Gefecht spurlos wieder und setzt den russischen Soldaten schwer zu. Auch der russische Panzerfahrer Ivan Naydenov (Aleksey Vertkov) hat das Pech, dem weißen, deutschen Panzer in einem Gefecht zu begegnen. Sanitäter finden später seinen mit Verbrennungen übersäten Körper. Doch wie durch ein Wunder überlebt er und kennt seitdem nur noch ein Ziel: Der Weiße Tiger muss zerstört werden, um den russischen Sieg zu gewährleisten.

Auszeichnungen (u.a.):
Internationale Filmfestivals in
Shanghai, Jerusalem, Montreal (2012)
Russlands offizieller Beitrag zur
Oscar-Nominierung (2013)

 

Mo. 10. November 2014, 19:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Кавказская пленница,
или Новые приключения Шурика

Entführung im Kaukasus

(1967, 79 Min., OmdU)
Komödie, Regie: Leonid Gaidai

Ein forschender Anthropologe verliebt sich bei einer seiner Reisen in den Kaukasus in die junge Nina (Natalia Varley). Doch der Liebe stehen traditionelle Bräuche dazwischen, die zu ungewöhnlichen Methoden führen…

Wenn Sie einen Film suchen, der fröhlich, amüsant und komödiantisch ist, werden Sie als Fan des Genres ‘Komödie’ auf ihre Kosten kommen. In den Hauptrollen erlebt man beispielsweise Alexander Demjanenko, Natalja Warlej und Wladimir Etusch. Beim Drehbuch zu “Entführung im Kaukasus” handelt es sich um ein Werk von Jakow Kostjukowski, Maurice Slobodski und Leonid Gaidai. Die Filmkritiker äußerten sich zu dem Film folgendermaßen: “Stilistisch uneinheitliche Burleske.”

 

Fr. 14. November 2014, 19:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Они сражались за Родину
Sie kämpften für die Heimat

(1975, 160 Min., OmdU)
Regie: Sergej Bondarchouk

Die Nachhut der russischen Armee hat im Juli 1942 während des zweiten Weltkrieges die Brücke über den Fluss Don gegen die deutschen Soldaten verteidigt, um den Rückzug der russischen Truppen zu sichern. Während sie sich über Land zurückziehen, zeigen die Soldaten ihre Kameradschaft, ihre Gefühle und Ängste sowie ihr Heldentum zur Verteidigung ihrer Heimat.

Der russische Film “Sie kämpfen für die Heimat” nahm 1975 bei den Filmfestspielen in Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme teil.

 


Sa. 15. November 2014, 19:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Зеркало
Der Spiegel

(1974, 108 Min., OmdU)
Regie: Andrej Tarkovski

Der Film erzählt in assoziativer Form eine autobiografische Geschichte, die 1930 beginnt und bis in die späten 70er Jahre reicht. Der Protagonist ist ein Mann in den Vierzigern, der Bilanz ziehen will über sein bisheriges Leben. Er versucht zu begreifen, was es an Wertvollem gab und gibt. Es werden nebeneinander drei Geschichten erzählt: Die erste beinhaltet Kindheitserinnerungen, die zweite Chroniken historischer Ereignisse, die unter einem sehr persönlichen Blickwinkel betrachtet werden, und die dritte philosophische Überlegungen, die schließlich eine Synthese des Gezeigten bilden. Das Ereignis ist ein verwirrend vielschichtiger Film, dessen poetisch-traumhafte Bilderwelt dem Zuschauer noch lange im Gedächtnis bleibt.

Ein Bekenntnis, nannte der sowjetische Regisseur Andrej Tarkovski seinen vierten Film. Er erzählt von seiner Mutter, seiner Kindheit und Jugend vor und während der Jahre des Großen Krieges. “Der Spiegel” ist der am stärksten autobiografisch geprägte Film Tarkovskis, ein verschachteltes, verschlüsseltes Werk, in dem sein Konzept vom “Film als Bildhauerei aus Zeit” am deutlichsten wird.

 

So. 16. November 2014, 11:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Несколько дней из жизни Обломова
Ein paar Tage im Leben Oblomows

(1979, 143 Min., OmdU)
Regie: N. Michalkov

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Träumer Oblomow, der große Pläne schmiedet, aber diese nie verwirklicht. Damit verkörpert Oblomow im krassen Gegensatz zu seinem umtriebigen, deutschstämmigen Freund Stolz den Typ des begabten, jedoch zu lebensferner Wirkungslosigkeit verurteilten Adeligen (“überflüssigen Menschen”, ein Typ in der Literatur des 19. Jhds) und – in einer zeitgenössischen Lesart – des sowjetischen Intellektuellen der 70er Jahre.

 



Mo. 17. November 2014, 19:00
Planetarium, Willy-Brandt-Straße 25, Stuttgart
Палата №6
Krankenzimmer 6

(2009, 83 Min., OmdU)
Regie: Karen Schachnasarow

Der Film basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Anton Tschechow, in der der Chefarzt einer psychiatrischen Klinik in der russischen Provinz zum Patienten seiner eigenen Klinik wird. Regisseur Karen Schachnasarow hat die Handlung in das heutige Russland verlegt und aus der Geschichte eine Montage verfasst, die in Interviews, Rückblenden und Erinnerungen der Anderen das Schicksal Doktor Ragins rekonstruiert. Gedreht wurde der Film fast ausschließlich in einer wirklichen psychiatrischen Anstalt in der Nähe von Moskau – mit echten Patienten, die neben den Schauspielern auftreten.

Beim Text hält sich der Film jedoch streng an die Tschechow’sche Vorlage und diese überrascht durch ihre Aktualität: es geht um das Leben und den Tod, um die Freiheit und darum, wie einfach es ist, zu dem zu werden, wovor wir am meisten Angst haben.

Karen Schachnasarow, bekannter Regisseur bereits seit den 80ern, präsentiert uns mit “Krankenzimmer 6” eine moderne, außergewöhnliche Interpretation der Tschechow-Erzählung, die prompt von der Russischen Filmakademie als russischer Beitrag für den Wettbewerb um den “Oscar für den besten fremdsprachigen Film” 2010 ausgewählt wurde. Übrigens soll Schachnasarow die Idee zur Verfilmung schon vor zwanzig Jahren gehabt haben, damals sollte Marcello Mastroianni die Hauptrolle des Dr. Ragin übernehmen. Das Projekt scheiterte, und viele Jahre mussten vergehen, bevor ein “neuer Ragin” gefunden wurde – Wladimir Iljin, dem beim diesjährigen Moskauer Internationalen Filmfestival der Preis für die beste männliche Hauptrolle verliehen wurde. “Ohne Wladimir Iljin hätte ich ‘Krankenzimmer 6’ wohl nie gedreht”, so der Regisseur. “Als ich ihn spielen sah, da wusste ich, dass ich endlich meinen Ragin gefunden hatte.”. “Tschechows Krankenzimmer – das ist Russland!”, meinten schon die Zeitgenossen. Ist Tschechow auch in diesem Punkt aktuell geblieben? Die Antwort darauf sollte uns der Film geben können.

Mosfilm
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