Theater am Olgaeck
 
Gastspiel Theater 360 Grad
 
Hohn der Angst
Autor:Dario Fo
1 Stunde 50 Minuten mit Pause
Eine Farce über die Entführung einer hochgestellten Persönlichkeit.
Der Arbeiter Antonio wird Zeuge eines Autounfalls und rettet einen entstellten Insassen. Was Antonio nicht weiß: Der Verletzte ist kein geringerer als der Multimillionär und sein oberster Chef Agnelli, überdies war dies kein gewöhnlicher Autounfall, sondern die Folge einer Entführung Agnellis durch Terroristen.

Im Krankenhaus dann die Verwechslung: Da der Entstellte Antonios Jacke trägt, wird er für diesen gehalten und bekommt dessen Gesicht. Sofort hängen sich Geheimagenten aller Dienste an ihn, da er (beziehungsweise der echte Antonio) für einen der Entführer gehalten wird. Als ob das nicht genug wäre, kämpft auch Rosa, Antonios Ex-Frau, um ihren Mann – wenn sie nur wüsste, welcher von beiden es ist…

Das siebenköpfige Ensemble der 2007 gegründeten Theatergruppe 360 Grad hat eine recht simple Erklärung, was Theater bedeutet: „A tut so, als wäre er B und C schaut zu.” Daß die Stuttgarter Hobby- Dramatiker die Sache dennoch ernst nehmen, stellen sie jetzt durch ihre Zusammenarbeit mit Profi-Regisseur Julian Knab unter Beweis: Für ihr erstes Projekt, „Hohn der Angst” von Dario Fo, tun sie so, als wären sie Konzernbosse, Professorinnen, Kommissare, Richter, Arbeiter und Krankenhauspfleger. Und das Publikum darf zuschauen, wie der Fiat-Chef Giovanni Agnelli – ein „moderner Sklaventreiber” – bei einem Autounfall entstellt und für den Arbeiter Antonio gehalten wird.

In dieser Farce ist so ziemlich alles geboten, von den Folgen mißglückter Entführungen über Verwechslungen, Kriminalistik, Macht, Politik und Liebe bis hin zur Schönheitschirurgie. Angesichts dieser Handlung überrascht es nicht wirklich, daß die Darsteller „gute und verwirrende Unterhaltung” bieten.

 

 
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