Theater am Olgaeck

Die Stühle

Les chaises
von Eugène Ionesco

Regie: Marcus Helm
Schauspiel: Anne-Kathrin Hönes und David Bernecker

Das Stück erzählt die Geschichte zweier Alten, die die gesamte Menschheit zu einer Abendgesellschaft eingeladen haben. Unentwegt läutet die Türglocke und man schafft eifrig unzählige Stühle herbei, auf denen die unsichtbaren Gäste Platz nehmen. Man macht einseitig Konversation mit den Erschienen und kündigt die große Rede an, die Aufschluss geben soll über die noch ungeklärten Fragen des Daseins. Allerdings bleibt diese einem Redner vorbehalten, der sich schließlich als taubstumm entpuppt und dessen schriftliche Niederlegungen unleserlich sind…



Als “tragische Farce” bezeichnete der aus Rumänien stammende Eugène Ionesco (1912-1994) seine “Stühle”, die 1952 in Paris uraufgeführt wurden. Das Schauspiel zählt zu den sogenannten “Anti-Stücken” des Verfassers und stellt einen dramatischen Gegenentwurf zu den Lehrstücken Bertolt Brechts dar. Für Ionesco ist die Welt “mitunter leer von Begriffen und das Wirkliche unwirklich. Das Thema des Stückes (“Die Stühle”) ist das Nichts.”
Jean Anouilh rühmte das Drama im “Figaro”: “Ich glaube, es ist besser als Strindberg, weil es einen ‘schwarzen Humor’ à la Molière hat, auf eine manchmal irre komische Art, weil es entsetzlich, drollig, ergreifend, immer wahr ist und weil es (…) klassisch ist.”

Karten: € 15,- / ermäßigt 12,-

 
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