Festival de Cine Español

El Rey | Der König

Zwei Jahrelang haben die Schauspieler Alberto San Juan, Willy Toledo und Luis Bermejo das Madrider Teatro del Barrio mit El Rey gefüllt, einem Theaterstück über die jüngste spanische Geschichte. Nun haben sie das Stück filmisch umgesetzt. Im Zentrum steht die Figur Königs Juan Carlos I. zunächst als er 2014 zu Gunsten seines Sohnes Felipe abdankt. Sodann schaut er aber zurück auf das Jahr 1948, als er als 10-Jähriger erstmals nach Spanien kommt. Was dann folgt ist eine Fabel, eine Hypothese, eine Provokation und ein Albtraum über die wichtigsten historischen Ereignisse im Spanien der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Franco, Carrero Blanco, Adolfo Suárez, Martín Villa, Felipe González, Juan Luis Cebrián, Puig Antich oder Antonio Tejero – alles Geister aus der Vergangenheit, die Juan Carlos umgeben und mit realen Worten und Taten das politische Leben des Landes entscheiden.
El Rey ist ein unbequemer Film und eine Abrechnung mit der Kultur der Transición, des im Ausland bewunderten Übergangs von der Diktatur zur parlamentarischen Monarchie. El Rey feierte seine Weltpremiere im November beim Europäischen Filmfestival in Sevilla und wurde im Europäischen Parlament gezeigt.

Ein Film von Alberto San Juan und Valentín Álvarez
Spanien 2018 | 84 Min. | Originalfassung (Spanisch) mit englischen Untertiteln

So. 9.12., 19.00 h, Theater am Olgaeck
Karten: 5,- €
Abendkasse: 7,- €


 

   
Festival de Cine Español

Mi querida cofradía
Hopelessly Devout


Die Karwoche hat bereits begonnen und Carmen, fromm und katholisch, steht kurz davor, ihren Lebenstraum zu verwirklichen: Präsidentin ihrer örtlichen religiösen Bruderschaft zu werden. Es wäre das erste Mal, dass einer Frau eine solche Ehre gebührt. Aber ihr Traum löst sich in Luft auf, als sich ihre Mitbrüder für Ignacio entscheiden, ihren größten Rivalen. Für Carmen wird am Tag der Prozession alles nur noch komplizierter, als Ignacio bei einem klärenden Gespräch bei ihr zu Hause einen unglücklichen Unfall erleidet und bewusstlos auf dem Boden liegt. Aus dieser Lage kann sie nur mit Hilfe der Frauen um sie herum herauskommen und plötzlich könnte das, was auf den ersten Blick wie eine entsetzliche Lage erscheint, Carmens Chance sein...
Eine heitere und farbenfrohe Komödie vor dem Hintergrund der andalusischen Karwoche mit einer neuen, frischen Perspektive auf die Rolle der Frau in der Welt der religiösen Bruderschaften.
Mi querida cofradía lief 2018 beim Wettbewerb des Filmfestivals in Málaga (Preis für die beste Darstellerin) und in San Sebastián (Made in Spain).


Ein Film von Marta Díaz de Lope Díaz
Spanien 2018 | 87 Min. | Originalfassung (Spanisch) mit deutschen Untertiteln

Mi. 5.12., 19.00 h, Theater am Olgaeck
Karten: 5,- €
Abendkasse: 7,- €


 


 
zurück zum Menü