Theater am Olgaeck
C h a r l o t t e n s t r a ß e   4 4 ,  S t u t t g a r t

„Mich interessiert das Leben nur in seiner unsinnigen Erscheinung.”
Daniil Charms

Daniil Charms

ein Leben unter Zensur
Seine Poesie ist die Poesie des Widerstandes, eine Herausforderung der Enthaltsamkeit, Kleinbürgerlichkeit, des Wirklichkeitssinnes des Spießers.
Durch die Veränderung und Verdrehung des Äußeren des Wortes verstärkt Charms die Wirksamkeit seiner Bedeutung. In den auf die gewohnte Logik verzichtenden Texten und von Dynamik strotzenden Versen geschehen unbegreifliche Dinge.

1937 schrieb er sein prophetisches Gedicht „Ein Mensch ging aus dem Haus…”. Mit dem Thema des plötzlichen Verschwindens des Menschen, geriet er ins direkte Visier des KGB. Damals schrieb Charms in sein Tagebuch: „Man hat aufgehört mich zu drucken. Ich bekomme kein Geld… Ich spüre, daß da irgendetwas Geheimes, Böses im Gange ist. Wir (Charms und seine Frau) haben nichts zu essen. Wir haben schrecklich Hunger.”

Daniil Charms starb 1942 unter ungeklärten Umständen im Gefängnis in St. Petersburg.
Daniil Charms:Dirk Schöneweiß
mit: Regina Hintzenstern, Andra Kokott, Anna Maksimova, Michaela Mezger
Inszenierung: Diane Marstboom
Kostüme: Diana Krüger


 
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