Theater am Olgaeck
C h a r l o t t e n s t r a ß e   4 4 ,  S t u t t g a r t
 
Fremde Städte

Russisches Kammertheater - Berlin
Reise in das Schicksal
Eine lyrische Buffonade von Alexander Wertinskij
Gastspiel des Russischen Kammertheaters Berlin
Idee & Regie:
Bühnenbild:
Choreographie:
Kostüme:
Vadim Grakovski
Alexej Volodin
Marina Schubarth
Marina Lehmann
Pantomime, Tanz, Drama, Theater und Buffonade, leicht, ironisch, lustig und gleichzeitig traurig, wie das Leben. Eine Reise Pierrots durch die Welt, auf der Suche nach seiner Columbine, seiner Liebsten.
Das Stück ist Alexander Wertinksij gewidmet, paradoxer Künstler der 20er Jahre. »Fremde Städte« ist der Titel eines berühmten Liedes von Wertinskij und zugleich eine Anspielung auf die ungewöhnliche Biographie Wertinskijs.

Alexander Vertinskij, 1889 - 1957
Alexander Wertinskij
Ein paradoxer Künstler seiner Zeit. Er hat es geschafft, sich eine Maske zuzulegen, welche seine wahre Art im Hintergrund ließ, während er sich dem Publikum so anbot, wie es ihn sehen wollte - anregend und pikant. Er schöpfte direkt aus der hauchdünnen Linie zwischen Genug und Zuviel, zwischen Geschmack und Kitsch. Die Maske, der Puder, die Pose waren alles eiskalte Verkleidungen eines knallroten Herzens. Eines Herzens, das fähig war, aus der Luft den Hauch des Capriziösen zu destillieren. 1918 verließ Wertinskij Rußland, ein Land in dem er hochberühmt war, um sich in eine schicksalhafte Odyssee zu stürzen. Ewige Irrfahrten von einem Land zum anderen (Türkei, Rumänien, Frankreich, Deutschland, Amerika ), zahlreiche Auftritte in Berlin, Paris, New York, Kontakte mit den größten Musikern und Schauspielern seiner Zeit, doch dahinter blieb stets ein unstillbares Verlangen, ein blinder Fleck: die Heimat, der unerreichbare Frühling. Erst 1943 begegnet er in Schanghai der Liebe seines Lebens und kehrt mit ihr nach Rußland zurück.

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