Theater am Olgaeck
C h a r l o t t e n s t r a ß e   4 4 ,  S t u t t g a r t
Der Trauschein
von Ephraim Kishon
Das Stück läßt die fünfundzwanzigjährige Ehe der Brozowskys Revue passieren. Schauplatz ist das Heim der Familie: Daniel hat Ella in jungen Jahren gefreit und sich später als selbständiger Klempnermeister eine bürgerliche Existenz geschaffen. Die gerät plötzlich ins Wanken, weil Tochter Vicky ihren Robert heiraten will, doch der – Bürokrat und Muttersöhnchen in einem – besteht beharrlich darauf, daß die Schwiegereltern in spe zuvor ihren Trauschein herbeischaffen. Aber dieses Dokument ist nicht aufzufinden, und bei Brozowskys gerät der Haussegen in Schräglage; am Ende – noch schlimmer! – sind sich Daniel und Ella gar nicht mehr so ganz sicher, ob sie ihre Ehe überhaupt formell begründet haben. Der Tochter ist das gleichgültig, nicht aber ihrem Bräutigam. Da erscheint Bunky auf der Bildfläche, ein vitaler, unkomplizierter Bursche; der fackelt nicht lange, und schon ist Vicky nicht mehr Roberts Braut, sondern die seinige. – Und der Trauschein? Dieses fatale Dokument taucht unversehens doch noch auf, die Ehe der alten Brozowskys ist wieder im Lot und dem Happy-End steht nichts mehr im Wege.
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