Theater am Olgaeck
C h a r l o t t e n s t r a ß e   4 4 ,  S t u t t g a r t
 
Erziehung des Gottes
Schauspiel: Andrej Lasarew
Autor: Valeri Stefaniev
Regie: Alexander Oster


Andrej Lasarew fesselt eineinhalb Stunden lang als Solist, Provokateur und Fantast. Die ”Erziehung des Gottes“ ist mehr als eine Gedankenanregung in Form der Rückführung auf das Wesentliche, des Kokettierens mit extremen Positionen oder muhender Tiere. Großartig zum einen die Bewegungen, die das Stück auflockern und einen eigenen Schwerpunkt setzen und zum anderen die Antworten, die Andrej Lasarew am Schluß des Spektakels für sich findet.

In diesem ungewöhnlichen kontrastreichen Stück des modernen, russischen Theaters verausgabt sich Andrej Lasarew bei dem Versuch das Göttliche, Makellose, Reine und Vollkommene darzustellen und vollzieht immer wieder einen Spagat zwischen nüchterner Moral und leidenschaftlicher Körperlichkeit. Langsam einsteigende Szenen, die auf ihrem Höhepunkt beinahe in die Eintönigkeit zu verfallen scheinen, löst Andrej Lasarew durch einen ruckartigen Bruch, durch das Unerwartete auf. Er fragt und antwortet zugleich, weckt Aufmerksamkeit und Sinnlichkeit. Ein Triumph der modernen Dramaturgie und schauspielerischer Genialität.
In Zusammenarbeit mit dem ”Internationalen Festival der modernen Dramaturgie“ in Nowosibirsk, Rußland

Alexander Oster absolvierte 1996 die deutsche Theaterakademie in Almaty, in Kasachstan als Regisseur. Seit 1994 war er Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters Almaty. 1998 - Hospitanz an der Volksbühne in Berlin. Alexander Oster bekam 2000 das Stipendium an der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart. Seine Inszenierung ”Emigranten“ nach Slawomir Mrozhek war 2000 in Deutschland zu sehen. Andere Inszenierungen: ”Der kleine Prinz“ nach Antoine Saint-Exupery, ”unikub“, eine Improvisation für Kinder und Erwachsene u. a.

Andrej Lasarew, Regie-abschluß der Deutschen Theaterakademie 1996. Seit 1994 war er Schauspieler, Dramaturg und Regisseur am Deutschen Theater Almaty. 2000/2001 war Andrej Lasarew Stipendiat der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart. Im Mai 2001 führte er Regie bei der Uraufführung von Katharina Tanners ”Alles Liebe“ im Stuttgarter Theater Rampe. 2001 war seine Inszenierung ”Leute“ zu Gast beim Donau-Festival in Niederösterreich. Im Mai 2002 fand in Rahmen dieses Festivals die Premiere seiner Arbeit ”Annäherung an Idole“ statt (Koproduktion des Donau-Festival und der Akademie Schloß Solitude). 2004 arbeitete er am Maxim Gorki Theater in Berlin. Im Mai 2004 gewann er bei dem Übersetzterwettbewerb der modernen Dramaturgie des Goethe-Institutes.

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