Theater am Olgaeck
C h a r l o t t e n s t r a ß e   4 4 ,  S t u t t g a r t
„Er ist der subtilste Analytiker menschlicher Beziehungen.
Wenn wir diese ’Geschichten über fast nichts‘ lesen,
weitet sich unser Horizont, und wir gewinnen
einen erstaunlichen Sinn für die Freiheit.”

Virgina Woolf 
Jan-Sandro Berner erzählt Tschechow
Das Vergnügen Belikov zu begraben
und andere Begebenheiten

Kennen Sie Belikov,
Lehrer der altgriechischen Sprache?
Ich meine den, der nie – auch bei schönstem Wetter – ohne Regenschirm ausgeht; der Schirm ist übrigens in einem Futteral untergebracht, auch seine Taschenuhr steckt in einem Futteral.
Vielleicht nur um seine Schüchternheit zu verbergen und seinen Ekel vor der Gegenwart zu rechtfertigen, lobt Belikov stets die Vergangenheit und alles, was es niemals gegeben hat. Und da ereilt Belikov auch schon das Schicksal in Gestalt der schönen, jungen Varinka. Als sie bei seinem Anblick in schallendes Gelächter ausbricht, ist Belikov erlöst: „Jetzt da er im Sarge liegt, ist sein Gesicht bescheiden und angenehm, ja sogar fröhlich, als freute er sich darüber, daß man ihn selbst endlich in ein Futteral gelegt hat.”

Noch mehr solche Geschichten?
Die Wette – Die Macht des Bösen – und andere. Kommen Sie und setzen Sie sich zu unserem Geschichtenerzähler Jan-Sandro Berner.
Anton Tschechow hat ihm eingeflüstert, was er zum Besten gibt.
 

 zurück zum Menü