Literarischer Salon

 
 
Rudolf Guckelsberger lädt zu drei englischen Abenden in den Literarischen Salon im Stuttgarter Theater am Olgaeck:
Geschichten aus England, gelesen in deutscher Sprache.
 

So, 6. Dezember 2009, 20 Uhr
Charles Dickens
A christmas carol (1843)

Das “Weihnachtslied in Prosa” gehört zu den beliebtesten Werken von Charles Dickens. Von Anfang an: Die erste Auflage von 6.000 Exemplaren war binnen eines Tages (Weihnachten 1843) ausverkauft!
Ein rührseliges Märchen? Ja, und doch auch wieder nicht. Denn Dickens wollte sein Publikum nicht nur unterhalten, er wollte es aufrütteln. Ebenezer Scrooge, der herzlose alte Geizhals, der nur sein Geld liebt und weder Mitleid noch Zuneigung für seine Mitmenschen empfindet, verkörpert all das, was Dickens an der Gesellschaft seiner Zeit hasste. Und die Geister, die Scrooge in einer Weihnachtsnacht heimsuchen, sind unerbittlich: “Du musst dein Leben ändern!” – Scrooge lässt sich bekehren, und aus dem boshaften Egoisten wird der Lieblingsgroßvater aller Kinder.
Rudolf Guckelsberger liest, wie schon im vergangenen Jahr, am Klavier begleitet von Thomas Rau.


 
Fr, 15. Januar 2010, 20 Uhr
Charles Dickens (1812-1870)
Oliver Twist

5. Januar 1869 – die St. James' Hall in London ist bis zum letzten Platz besetzt. An diesem Tag beginnt Charles Dickens aus seinem berühmtesten Roman, “Oliver Twist” vorzulesen (den er bereits vor über 30 Jahren geschrieben hatte). “Die Leute lauschten mit einer Mischung aus Entsetzen und Neugier”, berichtet anderntags der Reporter der “Times”.
Dass ein Autor einen ganzen Roman der Geschichte eines kleinen Jungen widmete, einem Waisenknaben zumal, und diese Geschichte auch noch im Armeleute- und Verbrechermilieu Londons ansiedelte, war damals unerhört und elektrisierte die Menschen. Auch heute noch? Wir denken, ja. Und dazu trägt in nicht unerheblichem Maß die Übersetzung von Gustav Meyrink bei, die Arno Schmidt als die “mit Abstand beste… fast vollkommen” nannte.


 
Fr, 12. Februar 2010, 20 Uhr
Arsen und Spritzgebäck
Mörderische Geschichten

Auch ein Mord verlangt Stil, sofern er von der feinen englischen Art ist. Undenkbar, dass Agatha Christie oder Dorothy Sayers Arsen in einem ordinären Big-Mac verabreicht hätten.
Wir servieren Ihnen an diesem Abend erlesene Verbrechen und makellose Morde in Form kriminalistischer Leckerbissen aus der Giftküche der Extraklasse. Was die großen Damen der englischen Kriminalliteratur so alles zusammengeköchelt haben, schmeißt den stärksten Mann um. Das Arsen, das Celia Fremlin, P.D. James, Elizabeth George und all die andern “Queens of crime” dem Porridge, dem Tee, dem Meerettich oder dem Omelette beigemischt haben, wird Ihnen auf der Zunge zergehen – wie das Spritzgebäck, das wir von unserer Seite dazu tun.


 

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Theater am Olgaeck