Theater am Olgaeck
Tschechows Scherze

Komödien von Anton Tschechow

Regie: Nelly Eichhorn
Schauspieler: Vladislav Grakovskiy
Anne Weidemann
Gabriele Weller
Reinhold Hager

2 Stunden mit Pause

Der Heiratsantrag

Auf einsamen Gutshöfen Rußlands leben einsame Menschen, die sehnsüchtig nach Liebe und Nähe sind, und dennoch alles erdenkliche dazu tun, um dieser Liebe keine Chance zu geben. Ein Gutsbesitzer will sich endlich den gesellschaftlichen Normen anpassen. ”Am Heiraten führt kein Weg vorbei“ und die Nachbarstochter wäre eigentlich keine schlechte Partie … Aber noch ehe er um ihre Hand anhalten kann, sind die beiden schon mitten im heftigsten Streit über eine Ochsenwiese, die beiden eigentlich nichts wert ist. Aber das Prinzip! Und schon entsteht ein tragikomisches Chaos auf der Bühne. Und die Zeit ist schnell vergessen inmitten der hitzigen Attacken der liebenswerten Figuren, in denen wir im Lachen der Erkenntnis unsere allzu menschlichen Unzulänglichkeiten und uns selbst erkennen.
Und das glückliche Ende? Nein, Tschechows Menschen verändern sich nicht. Nur für einen kurzen Augenblick atmen sie auf. Bis der Vorhang fällt.

Der Bär

Die junge Witwe Popowa langweilt sich mit ihrem Diener. Obwohl der verstorbene Gatte nie treu war, bleibt sie monatelang in Trauer, nur um ihre menschliche Über­legen­heit zu beweisen. Wenn nur nicht Smirnoff plötzlich aufgetaucht wäre. Smirnoff braucht Geld und hat sich entschieden, alle seine Schuldner abzu­klappern. Der Gatte ist tot und die Witwe verspricht zurück­zu­zahlen, aber nicht sofort. Smirnoff bleibt hart. Der Streit gerät außer Kontrolle und schon stehen die beiden da mit Revolvern in der Hand! Was für ein Temperament! Was für eine Frau! Und plötzlich ist die Liebe da.
Eine Komödie voller Über­raschungen, alltags­witzigen Situationen und großer Liebe, gewürzt mit virtuoser Sprach­fertig­keit vom Klassiker Anton Tschechow.

Anton Pavlovic Tschechow, Arzt, Menschen­kenner und Autor, einer der größten Dramatiker Rußlands und der Welt starb vor hundert Jahren, im badischen Badenweiler.

 
„I don't think I ever uttered
my admiration for Chekov.
There was never a smile like his.”

Samuel Beckett

Der Heiratsantrag
Der Heiratsantrag
Der Bär
Der Bär
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