Das westafrikanische Land Mali gilt als die Wiege des Blues – jener Musik, die einst von versklavten Menschen auf die Baumwollfelder Amerikas gebracht wurde. Seit Jahrhunderten ist Musik das Herz der malischen Gesellschaft, sie stiftet Gemeinschaft und Identität.
Doch diese Kultur ist bedroht: Radikale Islamisten haben im Norden Malis die Scharia eingeführt, Tanz und weltliche Musik verboten, Instrumente zerstört und Musiker mit dem Tod bedroht. Viele mussten aus der Region um Timbuktu und Kidal fliehen. Heute reichen die Ausläufer des Terrors weit über den Norden hinaus. Die UNO hat ihre Einsätze verstärkt, auch die deutsche Bundeswehr ist seit Jahren im Land stationiert.
Der Dokumentarfilm MALI BLUES begleitet vier Musiker*innen, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen: die internationale Shooting-Star-Sängerin Fatoumata Diawara, der Ngoni-Virtuose und Griot Bassekou Kouyaté, der junge Rapper Master Soumy und der Gitarrist Ahmed Ag Kaedi, Kopf der Tuareg-Band Amanar.
Sie alle eint ein Ziel: Mit ihrer Musik setzen sie ein kraftvolles Zeichen gegen Hass, Gewalt und religiösen Fanatismus – für Hoffnung, Zusammenhalt und eine friedliche Zukunft.