„Weisse Nächte“ ist eine Geschichte über die Einsamkeit und den Versuch, sich an einem anderen festzuhalten, wenn man in sich selbst keinen Halt findet. Über die Liebe als Rettungsring, der einen über Wasser hält, aber auch in die Ferne tragen kann... Die Figuren balancieren auf der Grenze zwischen Licht und Schatten, Hoffnung und Verzweiflung, zwischen dem, was ewig zu sein scheint, und dem, was nur einen einzigen Augenblick währt. Das seelische Drama des Einzelnen wird zum Mikrokosmos gesellschaftlicher Konflikte. Nach fast 200 Jahren, wirkt das Stück top aktuell - die moderne Vereinsamung, obwohl Social Media Nähe verspricht - liefert algorithmische Einsamkeit. Es zeigt das Digitalzeitalter-Dilemma: die Sehnsucht sichtbar machen, ohne eine echte Begegnung zu ermöglichen.
Der Autor, Fjodor Dostojewski, der ungekrönte König der psychologischen Prosa, veröffentlicht Weiße Nächte 1848 als eine literarische Kurzgeschichtensymphonie in vier Sätzen: vier Nächte und ein Morgen. Mit gerade einmal wenigen Tausend Wörtern wirft er uns in das glitzernde, fast unwirklich scheinende Petersburg der Sommernächte mit einer Ladung ungesagter Emotionen. Doch hinter diesem poetischen Schimmer lauert eine erbarmungslose Analyse menschlicher Sehnsucht und Einsamkeit.
1848 markierte in Europa eine Zeitenwende: Revolutionen, Ideen von Freiheit und demokratischer Selbstbestimmung waberten durch Städte wie Petersburg. Dostojewski, frisch aus politischer Haft entlassen, beobachtet diese Umbrüche mit skeptischem Blick. Während seine Zeitgenossen nach Kollektivlösung rufen, richtet er den Scheinwerfer auf das Individuum.
Eine Produktion von:
Theater am Olgaeck
Mit:
Mariella Brichta
Doron von Kolzenberg
Regie:
Nelly Eichhorn
Sprache:
Deutsch
Eine Geschichte über die Liebe und die Einsamkeit, und den Versuch, sich an einem anderen festzuhalten. Die Figuren balancieren auf der Grenze zwischen Licht und Schatten, Hoffnung und Verzweiflung, zwischen dem, was ewig zu sein scheint, und dem, was nur einen einzigen Augenblick währt. Das seelische Drama des Einzelnen wird zum Mikrokosmos gesellschaftlicher Konflikte. Nach fast 200 Jahren, wirkt das Stück top aktuell - die moderne Vereinsamung, obwohl Social Media Nähe verspricht - liefert algorithmische Einsamkeit. Es zeigt das Digitalzeitalter-Dilemma: die Sehnsucht sichtbar machen, ohne eine echte Begegnung zu ermöglichen.
Das Licht der weißen Nächte: Wegweisend oder blendend, durchsichtig oder die Wahrheit verbergend?
St. Petersburg lebt von Extremen. Seine Straßen sind entweder in pechschwarze Dunkelheit getaucht oder von endlosem Licht durchflutet. Regengüsse reißen einen von den Beinen, Überschwemmungen reißen Häuser und Brücken mit sich, doch nach jedem Sturm wird das Wasser wieder zu einer ruhigen, sanften Oberfläche. So sucht auch die Seele nach Ruhe – inmitten von Ängsten, Einsamkeit und plötzlichen, seltenen Momenten des Glücks. Im Mittelpunkt steht der Träumer, ein junger Mann, der in einer Welt der Fantasien lebt. Sein Leben verläuft ruhig und unauffällig – bis er eines Nachts Nastenka begegnet. Die Begegnung, die auf den ersten Blick zufällig erscheint, entwickelt sich zu einer Reihe vertraulicher Spaziergänge, Gespräche und Geständnisse. Was als unbeschwerte Freundschaft zweier einsamer Menschen beginnt, entwickelt sich allmählich zu etwas Größerem.
Doch im Herzen des Mädchens lebt eine andere Hoffnung, und der Träumer muss erkennen: Ist er in der Lage, auf eine erwiderte Liebe zu warten, oder ist er dazu verdammt, unerwiderte Liebe zu empfinden? Ist ein Augenblick des Glücks die langen Jahre des Wartens wert? Warum entsteht das stärkste Gefühl manchmal gerade dort, wo keine Gewissheit über die Zukunft besteht? Diese Fragen ziehen sich durch das gesamte Werk, und unsere Inszenierung beleuchtet sie auf neue Weise – mit einem zeitgemäßen Blickwinkel, einem feinfühligen psychologischen Spiel der Schauspieler und einer Atmosphäre, in der Träume näher zu sein scheinen als die Realität.
Drei zauberhafte weiße Nächte – voller Hoffnungen und jener subtilen Wehmut, die noch lange im Herzen nachklingt.
Vorverkauf:
Ticket-Telefon:
Karten:
18 Euro an der Abendkasse, 14 Euro ermässigt






