Schiller gehört untrennbar zu Stuttgart. Hoch über der Stadt, am nordwestlichen Bopser-Hang, steht die Schillereiche. Sie wurde 1865, zum 60. Todestag des Dichters, von begeisterten Stuttgarter Bürgern gepflanzt und wuchs rasch zu einem mächtigen Baum heran. Der Waldweg führt weiter hinein in das Dickicht des Bopserwaldes – einst Rückzugsort echter Räuber. Genau hier soll der junge, rebellische Friedrich Schiller im Jahr 1781 seinen Freunden, den jugendlichen Freiheitsschwärmern, aus dem Manuskript seines Sturm-und-Drang-Dramas „Die Räuber“ vorgelesen haben – voller Leidenschaft und Aufbegehren.
Ein Audiowalk verbindet Literatur und Natur, klassisches Literaturwerk mit unserer Zeit, schafft eine Brücke, die Vergangenheit mit dem heutigen Tag verbindet. In einer Waldkulisse, wo bis 1933 Räuber hausten, schenkt er dem Publikum ein Hautnaherlebnis. Kopfhörer, die individuelle Audioerlebnisse bieten, die auf bestimmte Positionen im Wald abgestimmt sind, begleiten mit Klanginstallationen, Geräuschen, Musik und Stimme, um so eine immersive Erfahrung zu schaffen. An einigen Stationen treten die Schauspieler auf, die Szenen, aus dem Stück darstellen, an anderen werden spielerisch in einer interaktiven Form Informationen zu dem Stück und seiner Zeit, Geschichten über Schiller, die Region oder die Bedeutung des Waldes gegeben, um eine Verbindung zwischen Natur und Kultur und unserer Zeit zu schaffen. Ein sommerliches Theatererlebnis im Wald mit modernen Medien und Schauspiel!
Treffpunkt Haltestelle Ruhbank/Fernsehturm (U7/U8/U15, Bus 70).
(Ecke Georgiiweg/Mittlere Filderstrasse)
Für mit dem Auto Angereiste gibt es viele kostenlose Parkmöglichkeiten.
Denken Sie an Trinkwasser und festes Schuhwerk.
Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei, die Route beinhaltet unebenes Gelände.
Eine Produktion von:
Theater am Olgaeck
Sprache:
Deutsch
Johann Christoph Friedrich Schiller (1759–1805) gilt als bedeutendster deutscher Dramatiker und Balladendichter. Seine Werke zählen bis heute zu den meistgespielten Stücken der deutschen Theaterlandschaft. Schon als Schüler der strengen Karlsschule in Stuttgart, gegründet von Herzog Karl Eugen, suchte er heimlich literarische Freiheit – las Lessing und schrieb in nächtlicher Arbeit sein erstes Stück „Die Räuber“.
1781 brachte er das Drama im Selbstverlag heraus, trotz Verbots weiterer literarischer Tätigkeiten durch den Herzog. Im September 1782 floh Schiller schließlich aus Württemberg – nach Stuttgart kehrte er nur noch einmal zurück.
„Die Räuber“ schlugen bei der Uraufführung am 13. Januar 1782 in Mannheim wie eine Bombe ein. Das Freiheitsdrama erschütterte das Publikum durch seine Leidenschaft, seine Gewaltdarstellungen und die Kraft seiner Figuren. Besonders die Brüder Karl und Franz Moor, zwei ungleiche Charaktere, die auf unterschiedliche Weise und doch gleichermaßen tragisch scheitern, machten das Stück zu einer Sensation. Bis heute gilt es als eines der eindrucksvollsten Werke der deutschen Theatergeschichte.
Karten:
Eintritt frei






