Am 8. April 2025 findet der Internationale Roma-Tag statt, welcher an den ersten Internationalen Roma-Kongress erinnert, der 1971 in London stattgefunden hat.
In der etwa 700-jährigen Geschichte der Roma in Europa war die Minderheit spätestens seit Beginn des 16. Jahrhunderts zahlreichen Formen von Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde eine unbekannte, jedoch sechsstellige Zahl von Sinti und Roma Opfer eines Völkermords.
Auch heute noch sind Roma Diffamierung, Diskriminierung und sozialer, ökonomischer und politischer Marginalisierung ausgesetzt und in vielen Staaten eine von der Mehrheitsbevölkerung nicht erwünschte Minderheit.
Die Integration der Sinti und Roma in Südosteuropa ist heute eine der größten europäischen Herausforderungen. Etwa 80% der 12 Millionen europäischen Roma leben in Rumänien, Bulgarien, der Slowakei, Ungarn und Serbien – vor allem in den ärmeren und entlegenen Gebieten, diskriminiert und in immer noch menschenunwürdigen Verhältnissen. Baden-Württemberg ist durch die Armutsmigration davon unmittelbar betroffen.
Seit 2019 organisiert das Theater am Olgaeck in Stuttgart das „ROMA-TAG-FESTIVAL“, mit dem Ziel auf die Situation von Sinti und Roma aufmerksam zu machen und mit politisch-kulturellen Veranstaltungen den Fokus der Presse, Medien und der breiten Öffentlichkeit auf die gegenwärtige Lage zu der Sinti und Roma zu richten.
Am 20. April um 18:45 findet eine öffentliche Kundgebung und Gedenkveranstatung am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Stuttgart am Karlsplatz statt.
Von 21. bis 28. April gibt es ein buntes Programm mit Konzerten, Filmen und Workshop.
